| | Ist tot wirklich immer tot? In der Kurzgeschichte 'Liebesnacht im Sarkophag' muss James, als er in eine Gruft eindringt, um eine Tote zu berauben, feststellen, dass es nichts gibt, auf das man sich verlassen kann.
Abigail meint, sich trotz aller Warnungen ungestraft jenseits der Gesetze bewegen zu dürfen. An einem regnerischen Herbsttag wird sie in 'Der Baum' eines Besseren belehrt.
In 'Die Ratten' macht Joan einen folgenschweren Fehler, als sie im Keller ihres Hauses einen Wurf junger Ratten entdeckt. Zu spät erkennt sie, dass es besser gewesen wäre, sich leise zurückzuziehen.
Aime Kassan glaubt nicht an Geister, schon gar nicht daran, dass sie sich für etwas rächen könnten, das ihnen bei Lebzeiten zugefügt worden ist. Deshalb geht er auch in 'Geister morden nicht' unbekümmert über einen Friedhof, auf dem erst vor kurzem eine Frau beigesetzt wurde, die sich seinetwegen das Leben genommen hat.
In der Erzählung 'Der Schrei' fährt ein junger Mann morgens in die nächste Stadt und kehrt am Abend als Fremder zurück. Oder irrt sich Anabel und ihr Freund hat sich gar nicht verändert? Als sie die Wahrheit erkennt, ist es zu spät.
In 'Der leuchtende Zeigefinger' versucht eine Mutter über den Tod hinaus ihr Kind zu beschützen. Als es ihr nicht gelingt, nimmt sie bittere Rache.
Margarete Friedrich ist es gelungen, in den sechs Kurzgeschichten, die zu diesem Band zusammengefasst wurden, den Leser in eine Welt zu entführen, die jenseits des Normalen zu existieren scheint. Nur, was ist normal? Können wir wirklich mit gutem Gewissen behaupten, dass es keine Geister gibt und Verstorbene nicht hin und wieder in unser Leben eingreifen? |